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Auf den Spuren von...
Kennt ihr das, wenn ihr ein Wort nicht mehr aus dem Kopf bekommt, wenn es euch über Tage hinweg verfolgt, einfach keine Ruhe lässt? Bei mir ist es aktuell Perestaltik. Super Klang: Das schwere "r", gefolgt vom frischen "st", abgeschlossen mit einem klackenden "ik". Probiert es mal selbst, spürt die Silben auf der Zunge. Na, zuviel versprochen?
Was das Wort bedeutet? Perestaltik wird die Eigenbewegung des Darms genannt - und keine Sorge, der Perestaltik der Spitalier kommt keine gesteigerte Bedeutung zu im Kultbuch. Aber dieser kleine Exkurs zeigt, dass das wochenlange Wühlen in Fachliteratur seine Spuren bei mir hinterlässt.
Allerdings nicht nur negative. "Deprivation" und ein ganzes Set an Begrifflichkeiten aus der Psychologie (Regression, Introjektion, Kompensation, etc.) machen bei den Preservisten durchaus Sinn - und beschreiben die Funktionsweise und Auswirkungen der Ängstigungskammern. Jetzt geht es darum, den wissenschaftlichen Part in erlebbare Geschichten und knappe Texte zu übersetzen: Eine Woche Arbeit, verdichtet auf eine Doppelseite.
Dann die Geschichte der Preservisten: Wie und wann wurden sie gegründet, und wie konnte es überhaupt dazu kommen? Die Ansichten des Gründers werden beschrieben, was er von Moral hielt und wie er sich gegen eine Gruppe schwacher Konsultanten durchsetzte. Das wird ein ganz interessantes Kapitel denke ich, das deutlich macht, dass jede Organisation nur so stark ist wie seine Anführer.
Was gab's noch diese Woche?
Das Kultbuch wird zeigen, dass das Spital ein ernstes Imageproblem hat und nicht in der Lage ist, sich aus eigener Kraft herauszumanövrieren. Die Menschen vertrauen den Ärzten nicht länger, die Dynasten in Brennen erstarken - auch weil Enklavenärzte sich dort niederlassen. Die Nachschubwege nach Danzig werden von Osmani belagert, die Stadt selbst soll aufgegeben werden. Dann gibt es noch einen makabren Fund in den Ruinen - und genau diesen Text habe ich vorgestern runtergeschrieben. Ist eine Kurzgeschichte (2 Seiten), deren Informationsgehalt auch in zwei Zeilen hätte gepresst werden können, aber ich bleibe dabei: Nur durch Stories wird eine Welt zum Leben erweckt. Danach werden sich wieder Fakten, Fakten, Fakten drängen.
Die kommende Woche werde ich versuchen, nach Arnsberg zu fahren, um ein Gefühl für die Festung der Preservisten zu bekommen. Google-Earth ist schon eine große Hilfe, aber ich will wissen, wie lange ein Preservist von Punkt A nach Punkt B benötigt, was er dabei sieht, wie sich der Stein unter seinen Stiefeln anfühlt. Außerdem muss ich schauen, wie die Burg mit modernen Mitteln aufgebaut werden könnte - denn zwischen jetzt und dem Jahre 2587 ist eine Menge passiert, größtenteils aber nach dem Eshaton. Mann, die Textpassagen für die Preservisten werden aufwändig, aber sie machen Spaß. Und ich komme mal aus meinem Loch raus.
Falls jemand Lust und Zeit hat, können wir gemeinsam einen Ausflug nach Arnsberg unternehmen - auf den Spuren der Preservisten. ;-) Einfach mir eine Mail schreiben oder im Forum posten.
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