Klaus Scherwinski: Kulte im Kultbuch: Spitalier

Ein ziemlich nebensächlicher Gedanke eigentlich. Was muss man in so einem Kultbuch zeigen? Spitalier natürlich! Ha, wie simpel. Und natürlich alles was mit Spitaliern zu tun hat, Waffen, Ausrüstung, Bauten, Kleidung. Aber das reicht nicht. Kein Kult in Degenesis steht allein, kein Character kann sich isoliert von der restlichen Welt entwickeln. Ergo müssen wir auch zeigen, wie Spitalier mit Mitgliedern aus anderen Kulten interagieren.

In der Panorama-Illustration Untersuchung (aus einem vorherigen Designer Diary-Eintrag) z.B. erkennt man auch einige Nicht-Spitalier - nämlich ihre "Kunden" oder besser gesagt Patienten. Wir versuchen auf diese Weise mit einem Kultbuch XY nicht nur die jeweilige namensgebende Organisation darzustellen, sondern auch ihre Connections in die DEGENESIS-Welt. Ein paar Spitalier in Danzig lassen sich mit lokalen Sipplingsfrauen ein, Chronisten reparieren technische Anlagen, Schrotter werden als Helfer engagiert - wie langweilig wäre auch die Bilderwelt im KULTBUCH: SPITALIER wenn man immer nur wandelnde Neoprenanzüge betrachten könnte. So nutze ich viele Gelegenheiten dazu die Palette zu erweitern, um den Reichtum des DEGENESIS-Universums zu, äh, illustrieren.

Der leprakranke Jehammedaner macht einfach mehr her als "irgendein Leidender, dem Körperteile abfallen". Ein wurmbefallener Arm eines Chronisten, oder der Richter von der Ecke in Justitian, der einem Anästhesisten zeigt, wo jemand ruhig zu stellen ist. All dies zeigt mehr als nur einen Kult. Es zeigt eine Welt. Viel Spaß dabei!

Klaus Scherwinski, 18.03.2007