Christian Günther: Snapshot

Die Frage ist nicht neu: Wieviel Metaplot ist gut für Spieler und insbesondere Spielleiter? Die einen betrachten den Metaplot als nettes Beiwerk, benötigen ihn aber nicht wirklich fürs Spiel. Die anderen sagen, wenn es schon einen Metaplot gibt, wollen sie auch eingeweiht werden, um ihn überhaupt nutzen zu können.

Ich verstehe beide Gruppen.

Aber mal ehrlich: Wären Akte X, Lost und 4400 nur halb so interessant, wenn man von Anfang an wüsste, worum es geht?

Im Spitalier-Kultbuch setzen wir diesen Weg fort, türmen Geheimnis auf Geheimnis, bis… Halt! Nicht ganz.

In Degenesis gibt es zwei Hauptmetaplot-Stränge, die sich zwar immer wieder berühren und auch beeinflussen, die aber weitestgehend für sich stehen: Da wären einmal die Psychonauten und was sie auslösen, und auf der anderen Seite das 2 hoch 16-Phänomen mit all seinen Ausprägungen. Aufeinanderfolgende Bücher wie die "Feldberichte: Psychonauten" und das "Kultbuch: Spitalier" bilden eine thematische Einheit und behandeln einen speziellen Aspekt der Spielwelt: In diesem Fall den Psychonauten-Metaplot. Was an Rätseln in den Feldberichten aufgeworfen wird, wird in der Folgepublikation aufgedeckt. Also: Nach den Spitaliern ist der 2 hoch 16-Part dran, also müssen wir hier und jetzt im Kultbuch zu Potte kommen. Das heißt, dass ihr eine Menge über den Reinstrang erfahrt (ja, man wird auch Reinstrang-Spits spielen können), über den Zar, die seltsamen Wanderbewegungen der Mnemoniden, und was es mit Vasco auf sich hat.

Unten seht ihr einen Snapshot der Doppelseite, die das Kapitel über den Zar und Vasco einleitet. Und Achtung: Spoilergefahr! Nur Spielleiter sollten sich durch die Minischrift quälen, weil dort ein nicht unerhebliches Geheimnis aufgedeckt wird.

Die Illustration ist von Klaus; mit ihr folgen wir der Tradition, in jedem Degenesis-Buch mindestens einen großen Kopf zu zeigen. Nicht, dass wir dafür einen Grund hätten außer dem, dass so ein fettes Bild immer gut reinhaut.

Also, viel Spaß noch!